AWARENESS

Unser Ansatz

SNEAKFREAXX entwickelt ein Awarenesskonzept. Das heißt, wenn auf unseren Veranstaltungen jemand deine Grenzen missachtet oder ohne deine Zustimmung handelt und du Hilfe benötigst, komm bitte direkt zu uns an die Bar oder zur Tür – wir helfen dir. Nur du allein bestimmst, wo deine Grenzen liegen. Wir stellen diese nicht in Frage, sondern kümmern uns um sie, wenn sie überschritten wurden.

Wenn du mit Leuten tanzen oder sie anfassen möchtest, oder sogar wenn du nur plaudern willst, dann frag kurz, ob dein Gegenüber ebenfalls Lust darauf hat. Stelle die Frage, ob man deinem ersten Schritt zustimmt, um zu verhindern, dass Zeichen missverstanden werden. Es ist kein Stimmungskiller, Fragen zu stellen – ganz im Gegenteil: Konsens ist der Zauber, der jedem Anfang innewohnt.

Awareness variiert an verschiedenen Orten

SNEAKFREAXX bietet eine Plattform für Veranstaltungen von unterschiedlichen Anbietenden, die sich in ihren Schwerpunkten, Zugängen, Formaten und Zielgruppen deutlich unterscheiden. Einige dieser Räume sind für viele zugänglich, andere hingegen bewusst exklusiv. Ob öffentlich oder selektiv, groß oder klein: In allen Situationen, in denen Menschen zusammenkommen – insbesondere in solchen, die mit Intimität, Macht, Lust, Schmerz und Verletzlichkeit zu tun haben – ist ein bewusster und idealerweise transparenter Ansatz für die Gestaltung der Räume und des Miteinanders notwendig: Den Ansatz der Sensibilisierung.

Welche Bedeutung hat Awareness?

Awareness umfasst, gut informiert zu sein, sich über den eigenen Beitrag im Klaren zu sein und innerhalb der Grenzen des eigenen Einflusses aktiv zur Mitgestaltung beizutragen.

Insbesondere in der Kink-, Sex- und Fetischszene finden sich zahlreiche Menschen, die am Rande gesellschaftlicher Normen leben. Es kann ermutigend und befreiend wirken – aber auch riskant sein. Selbst in Szenen, die als „sicher“ gelten, können Diskriminierung, Grenzverletzungen, Machtmissbrauch oder Überforderung vorkommen.​

Awareness stellt kein festgelegtes Regelwerk dar, sondern umfasst einen Prozess, eine Einstellung und ein fortlaufendes, gemeinsames Lernen. Es bedeutet, die eigenen Grenzen sowie die der anderen zu respektieren. Es beinhaltet, hinzuschauen, zu helfen, wenn es nötig ist einzugreifen und Verantwortung zu tragen – sei es als Individuum, als Organisierende oder als Gemeinschaft.

Diverse Ansätze – ein gemeinsames Ziel

Awareness kann sehr unterschiedlich gestaltet werden, abhängig von der Veranstaltung, dem Ort, dem Team und der Community. Es existiert keine universelle Lösung, kein „richtig“ oder „falsch“. Die verschiedenen Events weisen unterschiedliche Bedürfnisse, Zielgruppen und Dynamiken auf und entwickeln daraus jeweils maßgeschneiderte Awareness-Konzepte.

So ist es gut. Vielfalt ist ein Bestandteil unserer Kultur. Von Bedeutung ist, dass die Umsetzung dieser Konzepte transparent erfolgt, respektvoll ist und von einem genuinen Wunsch getragen wird, einen achtsamen Raum für alle zu schaffen.

Es gibt jedoch einige gemeinsame Punkte, die uns wichtig sind:

​• Die Basis ist Einvernehmlichkeit
• Keine Toleranz für Diskriminierung, Hass und Hetze
• Respektvolle Interaktion untereinander
• Deutliche Einflussnahme und Verantwortung
• Schutz und Risikoawareness
• Friedfertigkeit

Verschiedene Konzepte – unterschiedliche Räume

Jede Veranstaltung bringt eine eigene Stimmung mit sich. Und jedes Konzept zur Sensibilisierung muss darauf abgestimmt sein.​ Was einer Person Sicherheit gibt, kann für eine andere zu wenig oder zu viel sein. Die Strukturen für eine sexpositive Tanzparty unterscheiden sich von denen eines queeren men-only Events. Es existiert nicht nur eine „richtige“ Form von Awareness, sondern viele gute Varianten. Von Bedeutung ist, dass sie mit Aufrichtigkeit gemeint, gut vermittelt und verantwortungsbewusst ausgeführt wird.

Daher: Nicht jede Art von Awareness ist für jede Person geeignet. Und das ist in Ordnung. Schaut euch im Voraus das Awareness-Konzept der Veranstaltung an, die ihr besuchen wollt.

Wo kann ich Informationen über das Awareness-Konzept einer Veranstaltung finden?

Diese Informationen findet ihr meistens:

• auf der Homepage oder im Ticketshop der entsprechenden Veranstaltung
• über die Social-Media-Kanäle der Organisatoren
• oder direkt bei SNEAKFREAXX auf Anfrage

Awareness an zentrale Stelle melden – anonym möglich

Einige Sachverhalte können nicht sofort am jeweiligen Ort geklärt werden – oder sie treten erst zu einem späteren Zeitpunkt zutage. Melde uns Vorfälle – auch gerne anonym.

Wir informieren die betroffenen Veranstaltenden, ohne die Identität der meldenden Person preiszugeben, und stimmen dies mit dir ab. Es ist auch möglich, problematisches Verhalten von Veranstaltenden oder deren Umfeld sicher, geschützt und ernst genommen zu thematisieren.​

Für eine achtsame Darstellung

Awareness ist weder ein Trend noch eine Garantie oder ein Versprechen auf Perfektion. Sie ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil jeder Veranstaltungskultur, die sich nicht nur als sexy, sondern auch als verantwortungsvoll versteht.​

Awareness betrifft alle. Helft mit, unsere Szene zu einem Ort zu machen, an dem wir einander sorgen – achtsam, respektvoll und stärkend.